Nebenwerte holen auf

Während der große Index seit Jahresanfang seitwärts tendiert, haussiert der SDAX mit knapp 9% Plus und schließt die Performancelücke,
die sich in der zweiten Jahreshälfte 2012 aufgetan hatte.

SDAX holt auf

SDAX holt auf

Nachdem ausländische Investoren zunächst den DAX angeschoben haben, kehren jetzt verzögert die heimischen Anleger an den Markt zurück.

Trotz der gefühlten Outperformance des Musterdepots, schwimmt es lediglich mit dem breiten _Strom.

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Die Hausse verzeiht viele Fehler

Mit +39,4% inklusive Dividenden liefert das Musterdepot für 2012 ein erfeuliches Ergebnis ab. Eine völlig andere Aktienauswahl hätte ein ähnlich gutes Resultat erzielt, vorausgesetzt, man wäre das ganze Jahr voll investiert gewesen.

Wie das schwache Abschneiden des Musterdepots im Vorjahr Zweifel an dem Verzicht auf Markttiming nahe legte, so ernten wir in diesem Jahr die Früchte unserer έποχή.

Als besondere, ergebnisfördernde Merkmale des Börsenjahres sehe ich
– die überraschenden Dividendenerhöhungen bei freenet, Drillisch, Amadeus und Viscom,
– die Trendstärke von Qualitätstiteln
– und die zahlreichen Übernahmen
an.

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BVB – sportlicher Erfolg ist nicht planbar

Finanzieller aber schon. Und deshalb legen die Vorstände des BVB keine Ziel- sondern eine Risikoplanung ihrem Haushalt zugrunde. Die gesicherten Einnahmen für die laufende Saison reichen aus, um bei Platz 4 in der Bundesliga, Ausscheiden in Runde 2 des DFB-Pokals und Totalausfall in der Championsleague tief schwarze Zahlen zu schreiben.

Wer die Ziele tief genug ansetzt, hat beste Chancen, sie zu übertreffen. So bescherrten die überraschenden Erfolge in der Vorrunde der Championsleague und die Qualifikation für die KO-Runde bereits 8,5 Mio nicht eingeplanter Einnahmen. Zusammen mit der TV-Verwertung wird der BV mindestens 43,8 Mio aus der CL erlösen, eine Steigerung von über 70% gegenüber dem Vorjahr. Es bestehen gute Aussichten, im lukrativen Fortgang des Wettbewerbs weitere Umsätze zu erzielen.

Eine sehr gute Aufschlüsselung, wie das Geschäft mit der Champions League funktioniert, findet sich hier.

echte Liebe

Das Geschäft mit Gefühlen ist profitabel.

Die Substanz des Unternehmens sieht inzwischen sehr solide aus.
Seit dem Rückkauf des Signal Iduna Parks 2006 wurden die Verbindlichkeiten im Konzern von 191 Mio auf 47 Mio zurückgeführt. Das Unternehmen strebt eine zügige, vollständige Entschuldung an. Vorstand Hans-Joachim Watzke nannte auf der Hauptversammlung stille Reserven von 200 Mio im Kader, der mit nur 27 Mio aktiviert ist. Die Marke „Borussia Dortmund“ generierte in der letzten Saison 80 Mio Umsatz aus Werbung und Merchandising.

Die Marktkapitalisierung von 163 Mio wirkt zu niedrig, auch ohne den Peergroup-Vergleich mit anderen, überwiegend abstrus hoch bewerteten, europäischen Clubs zu bemühen.

Ein großer Nachteil ist freilich, dass in der Konstruktion der Gesellschaft letztlich nicht die Aktionäre das Sagen haben, sonder der gleichnamige Verein. Besonders wird dies bei der knausrigen Dividende spürbar, wenn man sie mit den üppigen Prämien für das „Double“ an alle Mitarbeiter des Konzerns vergleicht.

Der Durchbruch auf internationaler Ebene eröffnet nun deutliches Wertsteigerungspotential, sowohl hinsichtlich der laufenden Einnahmen als auch in Bezug auf den Wert des Kaders auf dem Transfermarkt. Die Kontinuität in der sportlichen Leitung mit Sportdirektor Michael Zork und Trainer Jürgen Klopp bietet in Zusammenhang mit inzwischen drei CL-Plätzen plus einem CL-Qualifikationplatz für die Bundesliga beste Chancen, dass der BVB es schaffen wird, sich nach dem Vorbild FC Bayern München  nachhaltig im internationalen Geschäft zu etablieren.

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Schön war die Sommer-

rallye auch für das Musterdepot. Seit Jahresanfang wurden inklusive Dividenden 26% Wersteigerung erzielt.

Der Markt startet zwar freundlich in das letzte Jahresviertel, gleichwohl könnte die Berichtssaison etwas holprig verlaufen. Die Auftragseingänge der Industrie fielen zuletzt zurück, und vor allem beim Ausblick werden die Vorstände sich sehr vorsichtig äußern.

Da „sichere“ Staatsanleihen Angstprämien aufweisen, die sich mit steigender Zuversicht für die Gesundung Europas abbauen werden, sind Aktien derzeit die Anlageklasse mit dem besten Potential für eine Höherbewertung. Auf Sicht von 2-3 Quartalen kann dies auch durch sinkende Unternehmensgewinne erfolgen. Spätestens mit der Absehbarkeit einer Trendwende der europäischen Konjunktur stehen uns deutlich Kursanstiege bevor.

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Porsche SE – kauf 3 zahl 2!

Wo Porsche draufsteht ist ab dem 1. August fast nur noch VW drin. Volkswagen übernimmt das operative Geschäft der Porsche AG  zu 100%.

Bei der Porsche Holding verbleiben die 50% der Stammaktien an Volkswagen plus eine Nettoliquidität von 2,46 Mrd€, die neu „entlang der automobilen Wertschöpfungskette“ investiert werden sollen.

Für 2 Porsche Aktien zahlt man zur Zeit 82€ und bekommt dafür 1 VW St Aktie ( Kurs 127€) plus einen Einkaufsgutschein von 16€.

kauf 3 zahl 2

Warum ist dann die Porsche Holding so niedrig bewertet? Meine Vermutung ist, dass
1. die hohe Verschuldung bisher als Risiko gesehen wurde
2. die Risiken aus den Klagen höher als die Klagesumme von 5 Mrd taxiert werden
und 3. die wechselseitige Put/Call-Vereinbarungen mit Volkswagen die Bilanz undurchsichtig machten und mit ihren Milliardeneffekten die Gewinnentwicklung vernebelten.

Die Punkte 1. und 3. haben sich erledigt. Porsche wird schuldenfrei sein und 2,4 Mrd Nettocash in der Kasse haben. Ich persönlich sehe wenig Aussichten auf Erfolg für die Kläger, aber selbst wenn Porsche vor Gericht unterliegen sollte, würde die Erledigung von Punkt 2. einen Kurstrigger liefern.

Warum fällt die Aktie während VW stark steigt?

Vermutlich, weil die Aktie ein Fanartikel für Markenfetischisten war, die jetzt in VW umschichten, um so beim „besten Sportwagenbauer der Welt“ engagiert zu bleiben. Außerdem ist die Fusionsphantasie für die Holding selbst jetzt endgültig entwichen und die Hoffnungen auf eine Beteiligung der Vorzugsaktionäre via Sonderausschüttung wurden enttäuscht.  Die Kurssteigerung bei VW sollte sich danach auch bei der Porsche SE bemerkbar machen.

Die Transaktion hat einen Ergebniseffekt von 7 Mrd€. Dadurch steigt das Eigenkapital auf ca. 30 Mrd. an. Das entspricht fast 100€/Aktie. Auch nach Abzug der Prozessrisiken verbleibt das Kurs/Buchwertverhältnis bei 0,5.

Nach der jetzigen Prognose von Winterkorn, dass VW das Ergebnis von 2011 wiederholen wird, ergibt sich für die Porsche Aktie ein operatives EPS von ca. 9€. Das KGV aus dem operativen Geschäft betrüge dann 4,6. Hinzu kommt der Effekt von 7 Mrd im Finanzergebnis, also 23,3€/Aktie. Insgesamt sollte damit Porsche in 2012 > 32€/Aktie Gewinn ausweisen können.

 

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